Touren-Tagebuch 2006

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März

20.03.2006

Erste Wander-Tour des Jahres bei strahlendem Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und frühlingshaften 14°C.  Von Hattersheim durch die Wasserwerkschaussee zur Speierlingsallee bis an den Rand des NSG Weilbacher Kiesgruben. Zurück über den Posten 19 Weg, durch die Felder bei Okriftel, Schwarzbachweg und nach Hause. Zu sehen gab es die endlich aufknospenden Weidenkätzchen von Salix caprea, aufblühende Kornelkirschen (Cornus mas), und die Blüte der Haselnusssträucher und Erlen hat begonnen (seit gestern stäuben sie). Damit hat der Vorfrühling nun endlich begonnen. In der Wasserwerkschaussee fand ich ein paar vereinzelte, verwilderte Gartenkrokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge. Auf den Stämmen der Sommerlinden sonnten sich Hunderte Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus). Und bei mir hinter dem Haus blüht seit Wochen der Winterschneeball (Viburnum bodnantense 'Dawn') und der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum).

28.03.2006

Erste Radtour des Jahres bei wechselhaftem, windigen Wetter und mageren 10°C. Sie führte über Okriftel, in Eddersheim über die Schleuse, am Main entlang Richtung Kelsterbach, dann Abbiegen Richtung Mönchbruch und schließlich den selben Weg zurück. An blühenden Pflanzen und Schmetterlingen sah ich sehr wenig. Lediglich vereinzelt Frühlings-Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) (am Mainufer) und Gemeiner Huflattich (Tussilago farfara) (Okriftel / am See) war zu finden. Selbst die Kätzchen der Salweiden sind noch nicht voll erblüht. Ein Kleiner Fuchs (Nymphalis urticae) flatterte zügig an mir vorbei - keine Chance auf ein Foto. Aber der Frühling ist dennoch nicht mehr weit... Vor dem Haus blüht eifrig ein Teppich von Veilchen (Viola spec.) - vielleicht kennt jemand den Namen?. 

 


April

01.04.2006

Wanderung (sehr regnerische 11°C) zum NSG Weilbacher Kiesgruben; zurück über Okrifteler See, Mainufer, Schwarzbachweg. Die Natur erwacht zusehends. März-Veilchen (Viola odorata) am Wald-Goldstern (Gagea lutea) am Mainufer, Buschwindröschen (Anemone nemorosa) im Okrifteler Wäldchen, Gemeiner Huflattich (Tussilago farfara) an einer Böschung, Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) im Okrifteler Wäldchen, Hohler Lerchensporn(Corydalis cava) am Schwarzbach, Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) in einem Hackfruchtacker, Salweiden sind in voller Blüte. Auch die Forsythien (F. intermedia 'spectabilis') beginnen an sonnenexponierten Standorten ihre leuchtende Frühlingspracht zu entfalten. Auch die meisten Baumarten lassen ihre Blattknospen aufplatzen, der Schwarze Holunder ist stellenweise schon recht belaubt.

06.04.2006

Wanderung nach Weilbach. Am Westrand des NSG Weilbacher Kiesgruben konnte ich einen C-Falter (Nymphalis C-album) fotografieren (das Foto wurde leider nicht wirklich was). Ein Tagpfauenauge (Nymphalis io) flatterte eilig vorbei - keine Chance (das Foto stammt aus dem letzten Jahr). Ach ja, eine hübsche Flechte (Evernia prunastri) konnte ich ablichten.

07.04.2006

Radtour Richtung Mönchbruch. Gesichtet habe ich drei Tagpfauenauge, einen Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) (alle nur im Flug - keine Fotochance) und ein Großes Jungfernkind (Archiearis parthenias) welches sich kurz auf den Boden setzte Die Fotos sind leider nichts geworden. Ansonsten ist die Flora hier noch nicht ganz erwacht.

20.04.2006

Radtour Mönchbruch bei sonnigen 19°C. Die Natur ist, wie man so gemein hin sagt: "explodiert". Fast über Nacht sind die Wiesen und Bäume grün. Das Frühlings-Scharbockskraut ist immer noch in voller Blüte. Auch Rote Taubnesseln (Lamium purpureum) sind in Massen anzutreffen. Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) fängt gerade an, seine Blüten zu entfalten. In den Mönchbruchwiesen leuchten die gelben Blütenköpfe der Sumpfdotterblumen (Caltha palustris). In den Wäldern findet sich der Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella). Schlehen (Prunus spinosa) und Wildkirschen (Prunus avium) laufen zur vollen Pracht auf. Und zu meiner Überraschung fand ich auf einem Brachgelände zwischen Okriftel und Eddersheim eine Blutpflaume in Hochblüte. Wie kommt die denn da hin? An Schmetterlingen traf ich heute 24 Tagpfauenaugen, 6 Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und zwei Zitronenfalter.

 


Mai

Krankheitsbedingte Zwangspause

Einzige Tour des Monats am 26.05.2006 in die Wiesen und Felder um Hattersheim. Es war zwar sehr bewölkt, dennoch sind ein paar hübsche Fotos entstanden. Zum Beispiel mein für mich Schönstes bislang: Eine Steinhummel auf Centaurea scabiosa. Dann traf ich auf zwei Tageulenarten: Callistege mi und Euclidia glyphica die sich recht zahlreich und nachbarschaftlich auf der Wiese am Okrifteler See tummelten. Nun, diese Wiese ist ja auch sehr einladend: Centaurea scabiosa, Cerastium arvense, Geranium pratense (fand ich dort auch in hellblau und weiß), Galium mollugo, Stellaria neglecta, Knautia arvensis, Rhianthus alectorolophus und viele Gräser natürlich - aber da kenne ich mich nun gar nicht aus, also lasse ich mal "Gräser" so stehen.

Auf dem Rückweg konnte ich mal wieder den wunderschönen Inkarnat-Klee bestaunen und pflückte mir einen großen Strauß gemischt mit Gräsern, Klatschmohn und Wiesen-Pippau und Kornblumen. Ich konnte es kaum glauben aber die Blumen hielten sich in der Vase gut eine Woche.

 


 

Juni

01.06.2006

Ich war mal wieder in den Wiesen am Okrifteler See. Zu meiner Freude fand ich ein dankbares Objekt: Einen Distelfalter (Vanessa cardui). Er war zwar schon leicht lädiert aber dennoch wunderschön anzuschauen. Diese Schmetterlingsart ist so freundlich und bleibt sitzen wenn man sich ihr mit der Kamera nähert. Im Gegensatz dazu missglückte meine Aufnahme vom Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Den Hartheu-Spanner (Siona lineata) fand ich sehr häufig. An Pflanzen gab es am heutigen Tag den Wiesen-Salbei ( Salvia pratensis), Hohes Fingerkraut ( Potentilla recta), Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Gift-Hahnenfuß (Ranunculus sceleratus), Straußblütiger Sauerampfer (Rumex thyrsiflorus), Gewöhnliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis) und noch ein paar mehr... Und eine Schwebfliege war so nett, neben der Blüte einer Kornblume "stehen-zu-bleiben".

10. Juni 2006

Heute entdeckte ich eine wunderschöne Stelle östlich von Hattersheim. Sie erstreckt sich von den Feldern Ende Voltastraße bis nahe an die Heinrich-Böll-Schule. Eine wahre Fundgrube. Die größte Freude machte mir der Fund von einigen Pflanzen der Kornrade (Agrostemma githago). Nicht nur, dass sie wunderschön ist, nein, leider ist diese Pflanze in Deutschland vom Aussterben bedroht! Und doch fand ich sie in meiner unmittelbaren Umgebung. In direkter Nachbarschaft wuchsen auch einige Karthäusernelken (Dianthus carthusianorum). Die, wie alle heimischen Nelkenarten, unter Naturschutz steht. Zudem fand ich noch einen großen Bestand der Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria), einige Rosen-Malven (Malva alcea) und Futter-Esparsetten (Onobrychis viciifolia) und noch einiges mehr. Einige Meter weiter dann das weithin sichtbare, rot-violette Leuchten des Schmalblättrigen Weidenröschens (Epilobium angustifolium). Keine seltene, dafür aber eine wunderschöne Pflanze.

In diesem Monat gibt es fast täglich Touren durch die blühende Natur. Sie alle einzeln aufzulisten (was ich ja ursprünglich vorhatte) ist definitiv zu umfangreich. Zu erwähnen wäre da mein erster Orchideenfund überhaupt in meinem Leben. Ein Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) in den Mönchbruchwiesen. Fast Schade, dass man die Wiesen nicht betreten darf, aber ich hoffe, die Fotos mit dem Tele sind was geworden. In direkter Nachbarschaft zu dieser Orchidee fand ich noch die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi). Zuvor, auf dem Weg dorthin, fand ich noch eine kleine Gruppe von Heide-Nelken (Dianthus deltoides) und natürlich Besenginster (Cytisus scoparius) - den gibt es in ausgedehnten Beständen entlang der Neuwegschneise. Und natürlich Roten Fingerhut (Digitalis purpurea), wobei es den auch in weiß sowie purpur-weiß gefleckt/gestreift gibt. Auch den Großblütigen Fingerhut (Digitalis grandiflora) fand ich - wenn auch weit seltener. Zudem gab es ein Naturerlebnis der besonderen Art: eine Nutriafamilie die aus der Hand frisst! Zu putzig. Ich bedauerte, dass ich nur einen Apfel dabei hatte, denn als es nichts mehr zu futtern gab, verschwand die Sippe umgehend. In den Gräben, die sie dort bewohnen, finden sich große Bestände von Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), Wasserfeder (Hottonia palustris) und Ranunculus circinatus / Spreizender Wasserhahnenfuß.

Die ersten Fotos aus dem Rosarium Hattersheim entstanden auch in diesem Monat (z.B. dies). Es lädt mit seinen vielen Bänken zum Verweilen ein.

Zu erwähnen sind noch meine zwei Abstecher auf die Schwäbische Alb am 15. und 18. Juni mit Anja. Die erste Tagestour führte uns nach Bissingen (Teck) und von dort eine Rundwanderung durch das NSG Eichhalde, über den Sattelbogen zur Ruine Rauber, vorbei am "Gelben Fels" und von dort zurück nach Bissingen. Freute ich mich noch vor wenigen Tagen über meine erste Orchidee vom Mönchbruch, geriet ich hier fast in Ekstase: vier weitere Arten. Sehr viele Hummel-Ragwurz (Ophrys holosericea), ebenso viele Großes Zweiblatt (Listera ovata), und Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia); dann noch zwei Bleiche Waldvöglein (Cephalanthera damasonium). Ebenso gefreut habe ich mich über Massen an Gamander Ehrenpreis (Veronica chamaedrys), Großem Ehrenpreis (Veronica teucrium), Weiße Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria), Braune Haselwurz (Asarum europaeum), Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum), Türkenbundlilien und vieles mehr!!!

Die zweite Tour führte nach Oberlenningen. Von dort zum Wielandstein, über Schopflocher Moor zurück. Hier fand ich denn auch noch eine weitere Orchidee: Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis). Ach, die Gegend dort ist einfach berauschend schön!!!

 

27. Juni 2006

Heute war ich nur eine kleine Runde in den Wiesen östlich von Hattersheim spazieren. Erwähnen möchte ich diese kleine Runde, da ich auf vielleicht dreihundert Metern  86 Schachbrettfalter antraf. Scheint ein gutes Jahr für diese Art zu sein. 

 

Juli

Auch in diesem Monat bin ich fast täglich unterwegs und auch hier möchte ich nur "Highlights" vermelden. 

04.07.2006

Wie schon die letzten Tage ist es wieder brütend heiß -  33°C im Schatten!! Erst hatte ich deshalb nicht so die rechte Lust für eine Tour, doch der erfolgreiche Kampf gegen den inneren Schweinehund hat mich belohnt! Zum ersten Mal konnte ich seit vielen Jahren wieder einen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) bewundern. Einfach nur schön und elegant dieser Schmetterling!!! An Pflanzen zu erwähnen sei heute nur das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) von dem ich nur zwei Exemplare auf den Wiesen westlich von Okriftel fand.

Auch ein gutes Jahr haben wohl die Gamma-Eulen (Autographa gamma). Ich treffe sie überall in sehr, sehr großer Zahl an.

 

05.07.2006

Trotz großer Hitze (35°C ) ging ich los: zu den Schwanheimer Dünen. Meine Erkenntnis, dass dieser Weg bei dieser Hitze und zu Fuß definitiv zu weit ist, kam mir, als ich dort ankam. Puh, war ich erledigt. Glücklicherweise traf ich dort einen sehr netten Mann, der mich mit seinem Auto zur nächsten Mainbrücke brachte. Mein besonderer Dank noch einmal an ihn!!! Ich ging dann also nach Höchst und machte einen Abstecher zum Höchster Schloß. Das Tor stand auf und ein freundliches "Herzlich Willkommen" Schild lud zum Eintreten ein. Ich folgte der Einladung und ging in den winzigen Schloßgarten. Naja, es gibt nicht viel zu sehen und ich drehte wieder um. Da erscholl plötzlich eine weibliche Stimme: "Es kostet 10 Euro, wenn sie hier herumlaufen!" Irritiert entschuldigte ich mich und schilderte der Frau den einladenden Eingangsbereich (an dem ich nirgends einen Hinweis auf Eintrittsgeld fand). Darauf die flapsige Antwort: " Das gilt nicht für Sie! Gehen Sie schnell hinaus!" Okay, ich eilte von dannen, froh, den 10 Euro entgangen zu sein.. Ich habe nun hier zuhause etwas recherchiert, doch konnte ich nirgends einen Hinweis auf ein Eintrittsgeld finden. Nun, ob nun nur Menschen in Wanderkluft nicht Willkommen sind oder es tatsächlich Eintritt kostet (was ich für die paar Quadratmeter Rasenfläche maßlos überteuert erachte) kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich weiß: es lohnt nicht.

 

11.07.2006

Wieder der gewohnte Rundgang Weilbacher Kiesgruben. Erst war meine Freude riesengroß, als ich auf einen Trupp Esparsetten-Widderchen traf und auch noch einen Schwalbenschwanz. Doch ist diese Freude nicht vergleichbar mit der, die ich auf dem Rückweg erlebte: steht da doch eine Gruppe Orchideen der Gattung Epipactes am Wegesrand! Welche genau, weiß ich noch nicht so recht..., aber das wird sich in den nächsten Monaten klären.

18.07.2006

Der Lungen-Enzian ( Gentiana pneumonanthe) in den Mönchbruchwiesen steht in voller Blüte. Sein leuchtendes Blau ist weithin sichtbar. Zudem fand ich zwei Raupen des Wolfsmilch-Schwärmers (Hyles euphorbiae). Die Nutriafamilie ließ sich leider nicht mehr blicken..., die Jungen sind wohl schon erwachsen und außer Haus.

20.07.2006

Nachtrag zu Tausendgüldenkraut: ich fand inzwischen doch deutlich mehr als zwei Exemplare! Und an einem kleinen Tümpel in einer Sand- / Kiesgrube fand ich davon Exemplare, die nur knapp 2cm hoch waren.


August

Der fällt dieses Jahr leider größtenteils ins Wasser,... Regen, Regen, Regen.

07.08.2006

Nach einigen Regentagen blitzte heute wieder die Sonne am blauen Himmel und ich ging mal wieder auf Tour Richtung Weilbacher Kiesgruben. Es wurde eine fotolose Tour... Die aufgefundenen Pflanzen sind alle schon auf Film gebannt (wenn auch noch nicht alle entwickelt) und die Schmetterlinge machten sich aufgrund eines starken Nordwindes sehr rar. Die Widderchen haben mittlerweile das Zeitliche gesegnet und es sind nur noch ihre sterblichen Hüllen zu finden. So bestaunte ich nur mal wieder das enorme Vorkommen von Pastinak (Pastinaca sativa) auf den Wiesen und Feldern rund um Hattersheim. Da dessen Wurzeln sehr wohlschmeckend sein sollen, werde ich im Spätherbst - nach dem ersten Frost- versuchen, ein paar dieser Wurzeln zu finden, auszugraben und zu verköstigen. Zu gegebener Zeit werde ich davon berichten. Wie auch von meinen dann stattgefundenen Versuchen ein Mispel-Gelee zuzubereiten.

Nachtrag vom 11.01.2007:

Der ausgebliebene Frost hat die Mispeln am Baum vorzeitig faulen lassen - also kein Gelee. Pastinak hingegen ist sehr lecker!

19.08.2006

Radtour mit Anja Richtung Mönchbruch. Wir blieben aber im Heidegebiet an der Neuwegschneise hängen. Zu fotografieren gab es wenig außer Heidelandschaft. Zu sehen dafür mehr. Zum Beispiel freuten wir uns gerade über eine junge Ringelnatter, die wir in einem kleinen, mit Seerosen überwucherten Tümpel fanden, als ein Graureiher aus den Ginsterbüschen auftauchte, die kleine Schlange aufpickte und wieder verschwand. Natur pur.

20.08.2006

Kleiner Spaziergang mit Anja nach Okriftel. Diesmal hatte ich nicht mal meine Kamera dabei, da wir uns wirklich nur mal eben die Beine vertreten wollten. Und was entdeckt Anja dann plötzlich im hohen Gras: drei Wespenspinnen! Eine Große, eine Mittlere und eine Kleine. Wir haben sie noch nie in natura gesehen, sind uns aber einig, dass sie sehr sehenswert sind. Ich werde die nächsten Tage (sobald hier wieder mal schönes Wetter herrscht) noch einmal vorbeischauen - mit Kamera!

23.08.2006

So, nun ist so ein sonniger Tag und ich besuchte die Wespenspinnen - besser: die Wespenspinne (Argiope bruennichi), denn es war nur noch die mittelgroße zu finden. Na ja, zum Fotografieren reichte sie.

Ich wanderte dann weiter über die Mainwiesen zwischen Okriftel und Sindlingen und staunte nicht schlecht über ein "Feld" aus Blutweiderich (Lythrum salicaria). Ein Meer aus Pink. Außerdem fand ich noch Beinwell und Mädesüß. Später kreuzte noch ein selbstbewußter Igel meinen Weg und ließ sich von meiner Kamera kaum beeindrucken. Am Schwarzbach blüht das Indische Springkraut überreich in den Farben weiß über zartrosa hin zu leuchtendem pink. Auf einer Wiese fand ich weiß blühende Flockenblumen - Albinismus. Ja, und schließlich versüßten mir noch zwei Taubenschwänzchen mit ihrem schwirrenden Tanz um Skabiosen-Flockenblumen-Blüten den Heimweg.

 


September

Nach einem Treppensturz Anfang September, der eine schwere Wirbelprellung zur Folge hatte, bin ich leider in meiner Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Von daher nur vereinzelte Funde von den Runden mit meinem derzeitigen Pflegehund.

Zum Beispiel diese wunderschöne Achateule (Phlophora meticulosa), oder auch diese kleine, schöne Keulenhornbiene (Ceratina cyanea), deren metallisch grünen Glanz man leider auf den Fotos nicht sehen kann.

 


Oktober

20. Oktober 2006

Erste Wanderung mit meiner neuen Kamera - Ziel: die Weilbacher Kiesgruben. Viel Hoffnung hatte ich anfangs nicht, noch lohnende Objekte zu finden, doch Dank der noch immer herrschenden moderaten Temperaturen wurde ich glücklicherweise dennoch fündig. Dank der neuen Technik gibt es neue Motive. Schwebfliegen summen noch immer emsig einher, zum Beispiel Episyrphus balteatus, die Hain-Schwebfliege - die mal Insekt des Jahres 2004 war. Oder Sphaerophoria scripta, eine Stiftschwebfliege. Und Mistbienen (Eristalis tenax) sind noch unterwegs. Auch der ein oder andere Falter kreuzte noch meinen Weg. Am meisten freute ich mich dabei über eine kleine Gruppe Colias crocea (Postillion). Aber auch die völlig abgeflogenen Lycaena phlaeas (Kleiner Feuerfalter) und Pieris rapae (Kleiner Kohlweißling) erwärmten mein Herz. Ihr kurzer Sommer ist bald vorbei.

Selbst bei den Pflanzen gab es noch Schönes zu entdecken. Erwähnen möchte ich dabei unter vielen nur Hieracium aurantiacum (Orangerotes Habichtskraut), Tragopogon dubius (Großer Bocksbart), Vinca minor (Kleines Immergrün) und Myosoton aquaticum (Wasserdarm), Erodium cicutarium (Schierlings-Reiherschnabel) und Malva sylvestris (Wilde Malve). Nicht fehlen sollten dann aber auch die leuchtenden Früchte des Sanddorn (Hippophae rhamnoides).

Selbst in meiner Küche wurde ich noch fündig: eine Florfliege (Chrysoperla carnea) und eine Weichwanze (Daraeocoris lutescens) suchten darin Schutz vor der kalten Nacht. Und in einer Ecke lauert eine Zitterspinne (Pholcus phalangoides).

25. Oktober 2006

Radtour NSG Mönchbruch. Auch hier wollte ich mal schauen, was dieser goldene Oktober noch zu bieten hat. Ich wurde nicht enttäuscht. Auf dem Weg dorthin, am Mainufer, fand ich noch Asperagus officinalis, den Gemüse-Spargel, etwas weiter dann, ließ sich eine Rabenkrähe (Corvus corone corone) ablichten. Als ich dann die Neuwegschneise erreichte, überraschte mich ein Naturspektakel der besonderen Art: die Brunft der Damhirsche. Überall in den Ginsterbüschen (Cytisus scoparius und Cytisus multiflorus) hörte man das an Rülpsen erinnerndes Geräusch. Und hin und wieder auch das Krachen, der aufeinander prallenden Geweihe der Kontrahenten. Fotos konnte ich leider keine davon machen. Bei den Ginsterbüschen konnte ich noch eine Wuchsanomalie finden, die Fasziation (Verbänderung). Tja, und dann fand ich im Gras noch einen Stierkäfer (Typhaeus typhoeus), einen Mistkäfer - ein sehr uriges Insekt! Auf Teilen der Mönchbruchwiesen blüht noch immer, wie jedes Jahr, die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Und wie immer fand ich natürlich noch vieles mehr.

31.10.2006

Ausflug in den Palmengarten Frankfurt. Leider hat auch hier der Herbst Einzug gehalten und es gibt an Blüten nicht mehr allzu viel zu sehen. Einzig die Dahlien blühen noch mit aller Macht (z.B. diese). Eine Besonderheit in diesen Tagen ist allerdings die "Flugshow". Zwei Pavillons mit Tropischen Schmetterlingen (z.B. diesen).

 

01. November 2006

Mit dem Zug der Kraniche in ihr Winterquartier geht dieses Jahr  der Erkundungen in der Natur zu Ende. Zu tausenden überquerten sie in diesen Tagen lautstark trompetend Hattersheim.

Ich wurde reich beschenkt. Vielen Dank an die, die mich begleitet haben.

 

 

 


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Stand: 21. Januar 2017