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Fasziation - Verbänderung

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Letzte Aktualisierung:

21. Januar 2017 09:30


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Fasziation - Verbänderung

Fasziation, zu deutsch Verbänderung, ist eine Wuchsanomalie bei Pflanzen, die an allen Pflanzenteilen auftreten kann. Die Ursachen dafür sind vielfältig und noch nicht abschließend erforscht. Belegte Auslöser sind Viren, Bakterien und verschiedene Milben. Auch manche Chemikalien und radioaktive Strahlung können eine Verbänderung verursachen. Oft ist aber auch eine spontane Mutation, ein Gendefekt Grund für den abnormen Wuchs. Insgesamt gesehen ist die Fasziation ein eher seltenes Wuchsverhalten bei Pflanzen, doch gibt es Pflanzenfamilien und -arten, bei denen es gehäuft auftritt. Besonders bei Kakteen und anderen hoch sukkulenten Pflanzen ist diese "Laune" der Natur häufiger zu beobachten. Das bekannteste Beispiel dafür ist sicherlich der Säulenkaktus Cereus peruvianus. Bei ihm kommt die Verbänderung sehr oft vor, betroffene Pflanzen werden Cereus peruvianus forma monstrosus genannt (der Zusatz f. - oder var. monstrosus ist auch bei anderen abnorm wachsenden Arten zu finden). Pflanzenhändler entdeckten die bizarre Pflanze schon früh für sich und mittlerweile und züchten ihn in großer Stückzahl. Mittlerweile dürfte er zu den am weitesten verbreiteten Kakteen in deutschen Stuben gehören. Vielleicht kennen sie ihn unter seiner deutschen Bezeichnung "Felsenkaktus". Ich habe leider kein Foto von ihm, doch mithilfe einer Suchmaschine und dem wissenschaftlichen bzw. deutschen Namen bekommen sie umgehend hunderte von Fotos zu sehen. Aber auch andere, selbst kleine Kakteen- und Sukkulentenarten sind betroffen. Meist werden diese Pflanzen als "Christaten" oder "Kammformen" bezeichnet und sind unter Sammlern heiß begehrt und gesucht.

Pflanzenzüchter haben früh erkannt, dass viele Menschen solche exotischen Wuchsformen faszinierend finden. Denn nicht nur der "Felsenkaktus wird gewerbsmäßig herangezogen, es gibt zum Beispiel die Japanische Drachen-Weide
(Salix sachalinensis 'Sekka') oder auch verschiedene Forsythien.

Doch man muss nicht in ferne Länder reisen oder eine Spezialgärtnerei aufsuchen, um sich diese Spielart anzuschauen. Die heimische Natur bietet uns das auch. Wenn man beispielsweise eine Wiese mit großen Löwenzahnbeständen genauer absucht, wird man meist fündig. Oft sind dabei die Blüten mit betroffen und es sieht aus, als seien zwei Blüten miteinander verwachsen.

Fotografisch dokumentiert habe ich aber bislang nur Verbänderungen bei Besenginster (Cytisus scoparius - Neuwegschneise / NSG Mönchbruch) und der Nickenden Distel (Carduus nutans - Saupurzel / bei Karlstadt / Spessart):

 


Ich denke, in den nächsten Jahren werden mir noch andere Pflanzenarten mit diesem Wuchsphänomen begegnen, die ich dann hier vorstellen kann.

Ich bin, wie schon oft erwähnt, kein studierter Biologe, und es gibt sicherlich ausführlichere Fachartikel zu diesem Thema, doch mein Anliegen ist eher der Hinweis auf diese Wuchsanomalie.

© 2008 by Andreas Haselböck

 

 
 
 

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Stand: 21. Januar 2017