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Andrena hattorfiana / Knautien-Sandbiene

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Familie: Andrenidae (Sandbienenartige) / Hautflügler - Hymenoptera
Größe:

etwa 13-16mm / etwa 13-16mm

Besondere Merkmale:

Große, schlanke Art; Weibchen meist mit rötlichem Tergum 1 und 2, diese seitlich mit schwarzem Punkt; restliche Tergite schwarz; Thorax und Kopf weiß behaart; Männchen ähnlich; Clypeus weißlich, Körperbehaarung gelblichbraun..

Wo zu finden:

Verschiedene Wiesentypen mit großen Beständen von Knautia arvensis (Acker-Witwenblume).

Wann zu finden:

Etwa von Ende Mai bis Ende August.

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Andrena hattorfiana / Knautien-Sandbiene / Andrenidae (Sandbienenartige) / Hautflügler - Hymenoptera

Fundort: / NSG Apfelberg / Östringen
Datum: 03. Juli 2019


Lebensweise:

Andrena hattorfiana ist in Deutschland weit verbreitet, lediglich nördlich der Mittelgebirgsschwelle (also Niedersachsen, Schleswig Holstein, große Teile NRWs) weist keine Funde auf). Die Art ist allerdings auch in den südlichen Landesteilen nur mäßig und regional häufiger.

Wie der deutsche Trivialname "Knautien-Sandbiene" schon andeutet, ist diese hübsche, große Art auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. In Mitteleuropa ist das insbesondere die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis). Aber auch andere Arten aus der Familie Dipsacaceae (Kardengewächse) werden von dieser oligolektischen Art besammelt, das ist dann zum Beispiel Tauben-Scabiose (Scabiosa columbaria).

Nach einer Untersuchung von Larsson & Franzen (2007) benötigt ein Weibchen dieser Art etwa 11 blühende Pflanzen von Knautia arvensis für die Verproviantierung ihrer Brutzellen. Eine Population von rund 50 Weibchen benötigt etwa 920-930 Pflanzen. Diese Anzahl an Knautien-Pflanzen findet man kaum noch auf einer Fläche. Kommen dann Honigbienen dazu, sinkt die verfügbare Menge an Pollen nochmals und die Anzahl der benötigten Pflanzen für die spezialisierte Knautien-Sandbiene steigt drastisch an - natürlich gibt es nie mehr Pflanzen, also schrumpft die Population der Sandbienenart.

Die Nester legt Andrena hattorfiana an eher schütter bewachsenen Stellen im Boden an.

Nahrung: Imago: Nektar   Larven: Pollen und Nektar

Gefährdung und Schutz: Gefährdet - RL 3 / Besonders geschützt nach BNatSchG

Anmerkungen:

Wildbiene des Jahres 2017.

Die Gefährdung dieser schönen Sandbienenart scheint deutlich zuzunehmen. Nicht nur durch weitere Lebensraumverluste, sondern auch durch die zunehmende Imkerei. Auf mehreren Flächen, die ich regelmäßig besuche, sind die Populationen in den letzten Jahren stark zurück gegangen, seit dort Imkerei betrieben wird.

 

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/ NSG Apfelberg / Östringen

03. Juli 2019
 

/ NSG Apfelberg / Östringen

03. Juli 2019

/ NSG Apfelberg / Östringen

03. Juli 2019

 


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