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Orthetrum brunneum / Südlicher Blaupfeil §

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Familie: Segellibellen - Libellulidae / Libellulinae /
Unterordnung:
Großlibellen - Anisoptera
Größe:

etwa 40-45mm / etwa 40-45mm
Spannweite: 60-70mm

Besondere Merkmale:

Ausgefärbte Männchen sind leicht an ihrem komplett blau bereiftem Körper zu erkennen (bei anderen Arten wie z.B. dem Großen Blaupfeil ist der Thorax nie blau bereift); Weibchen sind dagegen unauffällig graubraun gefärbt. Beiden Geschlechtern gemein sind die blauen Augen und die weiße Stirn.

Wo zu finden:

Fast nur in oder der Nähe von Kies-, Sand- oder Lehmgruben.

Wann zu finden:

Etwa von Juni bis August. 

 

Orthetrum brunneum / Südlicher Blaupfeil / Segellibellen - Libellulidae / Libellulinae  

Fundort: / Nahe Kastengrund / Hattersheim
Datum: 14. Juli 2007


Lebensweise:

Der Südliche Blaupfeil ist in Deutschland in vielen Regionen, besonders nördlich der Mittelgebirge, eher vereinzelt bis selten anzutreffen. Er ist sehr wärmebedürftig und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Das ist auch erkennbar an den Larven, die bei zu kühlen, frostigen Temperaturen nicht überleben können. Am ehesten trifft man diese Art in Kies- oder Sandgruben mit kleinen Rinnsalen, Tümpeln an, oder auch kleinen, langsam fließenden sandigen Bächen. Mir begegnete diese Art bisher nur ein einziges Mal. Es handelt sich dabei um das Männchen auf dem Foto. Es sonnte sich auf einem von dichten Gebüschen gesäumten Feldweg zwischen Hattersheim und Weilbach (nahe "Kastengrund").

Der südliche Blaupfeil ist wie die meisten Segellibellen ein Ansitzjäger. Anders als z.B. die Libellula-Arten bevorzugt er dazu aber eher kleine Erhebungen am Boden statt erhöhter Warten wie z.B. Pflanzenstängel.

Die Paarung beginnt im Flug mit dem sogenannten "Paarungstandem", bei dem das Männchen das Weibchen mit seinen Hinterleibszangen hinter dem Kopf packt, und wird am Boden vollendet. Nach wenigen Minuten löst sich das "Tandem". Das Männchen begleitet danach offenbar "sein" Weibchen zur Eiablage und verteidigt es gegen Konkurrenten. Die Eier werden mit wippenden Bewegungen dicht über der Wasseroberfläche abgeworfen.

Die Art gilt in Deutschland als gefährdet und fliegt in den Wärmemonaten Juni bis August.

Nahrung: Imago: Fluginsekten  Larven: Wasserinsekten, Mückenlarven, Krebstierchen, Kaulquappen.

Gefährdung und Schutz: "Gefährdet" - RL 3 / Steht, wie alle heimischen Libellenarten unter Artenschutz (BArtSchV).

Anmerkungen:

Die Art könnte was ihre Ausbreitung in Deutschland betrifft von der Klimaerwärmung profitieren.

 
 
 


Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 22. September 2017

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