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Andrena (Euandrena) rufula / Fahlrote Sandbiene §

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Familie: Andrenidae (Sandbienenartige) / Hautflügler - Hymenoptera
Größe:

etwa 9-10mm / etwa 9-10mm

Besondere Merkmale:

: Behaarung gelblichbraun, Clypeus gewölbt, stark glänzend, nur im oberen Teil chagriniert; Gesicht mit gelblichen und schwarzen Haaren; Tergumscheiben chagriniert, Depressionen glatt, glänzend und deutlich abgesetzt, gelblich durchscheinend; sicherste Bestimmung über das Genital.
: Thorax orangerot behaart, Scopa orangegelb, Endfranse kräftig orangegelb; Clypeus in der oberen Hälfte chagriniert, die untere Hälfte spiegelglatt, deutlich punktiert, Mesonotum dicht chagriniert mit undeutlichen Punkten; Terga chagriniert, Depressionen kaum stärker glänzend als die Scheiben.
Andrena rufula zählt zur Andrena bicolor Gruppe.

Wo zu finden:

Waldränder, Heckensäume.

Wann zu finden:

Etwa von März bis Mai.

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Andrena (Euandrena) rufula / Fahlrote Sandbiene / Andrenidae (Sandbienenartige) / Hautflügler - Hymenoptera

Fundort: / Leudelsbachtal / Markgröningen
Datum: 29. März 2019


Lebensweise:

Die vor allem submediterran verbreitete Sandbienenart Andrena rufula Schmiedeknecht, 1883 konnte 2019 erstmals in Deutschland nachgewiesen werden.
Die Fahlrote Sandbiene ist eine Wildbienenart des Frühlings. Die Weibchen sammeln Pollen offenbar vor allem an blühendem Gehölzen wie Schlehe, Weide, Weißdorn oder Ahornarten. Die Nester werden im Boden angelegt.
Der Fundort des Erstnachweises von Andrena rufula für Deutschland liegt etwa 200 km nördlich des Nachweises von Artmann-Graf (2017) in der Schweiz. Der nordwestlichste Fund in den Niederlanden (Reemer, 2019) befindet sich in ca. 500 km Entfernung. Zwischen diesen drei Fundorten dürften sich noch weitere bislang unentdeckte Vorkommen befinden. Da diese Sandbienenart in der Nordschweiz auch in Höhen von 1000 m bei verhältnismäßig rauem Klima nachgewiesen wurde, ist sie trotz submediterraner Verbreitung wahrscheinlich nicht auf besonders warme Biotope angewiesen. In wieweit eine Arealausweitung auf den Klimawandel zurückzuführen ist, kann somit nicht beurteilt werden.

Nahrung: Imago: Nektar   Larven: Pollen und Nektar

Gefährdung und Schutz: Bislang konnte nur ein Männchen dieser Art in Deutschland belegt werden, von daher kann eine Gefährdungsbeurteilung nicht vorgenommen werden / Besonders geschützt nach BNatSchG

Anmerkungen:

*Siehe auch:
Haselböck, A., Hüber, C., Schwenninger, H.R. (2019): Erstnachweis von Andrena (Euandrena) rufula Schmiedeknecht,1883 in Deutschland (Hymenoptera, Anthophila, Andrenidae). Mitteilungen des Entomologischen Vereins Stuttgart 54: Heft 2, S. 53-56.

 

/ Leudelsbachtal / Markgröningen

29. März 2019
 

 


Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 22. Dezember 2019

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