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Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo §

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Familie: Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae / Unterfamilie: Parnassiinae
Spannweite:

etwa 50-60mm / etwa 50-60mm

Besondere Merkmale:

Flügel weiß mit je zwei schwarzen Punkten am Vorderrand der Vorderflügel und schwarz hervortretenden Adern, Flügelspitzen durchsichtig. Körper beim Männchen komplett schwarz, beim Weibchen Hinterleib seitlich (unten) mit gelben Flecken. Weibchen an der Hinterleibsspitze oft mit Sphragis. Das ist ein hartes Gebilde aus Chitin, dass nach der Paarung vom Männchen zunächst als Sekret hinterlassen wird und dann aushärtet - es verhindert, dass sich das Weibchen noch mit anderen Männchen paaren kann. Siehe auch das schöne Foto von E.-M. Pulvermüller.

Wo zu finden:

Meist nur in Höhenlagen über 300m ü.N.n. bis etwa 2000m ü.N.n.. Sehr spezielle Standortansprüche. Der Schwarze Apollo benötigt zwei sehr verschiedene Biotop-Arten in direkter Nachbarschaft: feuchte Laub- bzw. Mischwälder mit Vorkommen von Lerchensporn-Arten für die Raupen und angrenzendes offenes, sonniges und blütenreiches Gebiet.

Wann zu finden:

Je nach Höhenlage etwa von April bis August in einer Generation. 

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Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo / Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae

Fundort: / Landkreis Reutlingen / Schwäbische Alb
Datum: 28. Juni 2010


Anmerkungen / Lebensweise:

Der Schwarze Apollo ist am besten Vormittags oder in den späteren Nachmittagsstunden zu beobachten. An seinem etwas taumelnden Flug kann man ihn schon aus einigen Metern erkennen. Am Fundort saugten die Falter fast ausschließlich Nektar an Silene vulgaris, dem Taubenkropf-Leimkraut - sie haben ansonsten eine Vorliebe für rötliche bis violette Blüten, gehen aber je nach Standort auch an andere. Begattete Weibchen erkennt man am Sphragis (siehe oben) an der Hinterleibsspitze. Die Raupenfutterpflanzen (Lerchensporn-Arten) zur Flugzeit der Falter meist schon vertrocknet oder gar gänzlich in den Boden zurückgezogen sind, erfolgt die Eiablage entweder an welken Blättern und Stängeln oder an kleinen Steinen, Felsen oder ähnlichem in möglichen Lerchenspornbeständen. Die kleine Raupe verbleibt zunächst im Ei und überwintert. Im folgenden Frühjahr schlüpft sie und muss sich rasch entwickeln da ihre Futterpflanzen ausgesprochen kurzlebig sind. So benötigt die Raupe des Schwarzen Apollos auch nur fünf bis sechs Wochen bis zur Verpuppung.

In Deutschland kommt Parnassius mnemosyne offenbar nur nach an wenigen Orten auf der Schwäbischen Alb und der Rhön, und etwas häufiger in den Alpen vor.

Parnassius mnemosyne ist in mehrere Unterarten unterteilt. Auf der Schwäbischen Alb (Fundort) fliegt nur die subsp. ariovistus.

Raupenfutterpflanze: Verschiedene Lerchensporn-Arten, insbesondere Hohler Lerchensporn (Corydalis cava) und Mittlerer Lerchensporn (Corydalis intermedia).

Gefährdung und Schutz: "Vom Aussterben bedroht" - Rote Liste 1 / Streng geschützt nach BNatSchG

 
 

Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo / Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo / Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo / Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae
/ Landkreis Reutlingen /
Schwäbische Alb

28. Juni 2010
 

/ Landkreis Reutlingen /
Schwäbische Alb

28. Juni 2010

/ Landkreis Reutlingen /
Schwäbische Alb

28. Juni 2010

Parnassius mnemosyne (ssp. ariovistus) / Schwarzer Apollo (Weibchen mit Sphragis) / Tagfalter - Ritterfalter - Papilionidae / Foto: E.-M. Pulvermüller    
/ Landkreis Reutlingen / Schwäbische Alb

27. Juni 2010

Foto: E.-M. Pulvermüller
 

   

 


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