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Stictocephala bisonia / Büffelzikade

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Familie: Buckelzirpen - Membracidae /
Unterordnung:
Rundkopfzikaden - Cicadomorpha
Größe:

etwa 7-10mm / etwa 7-10mm

Besondere Merkmale:

Grün mit zwei spitzen Dornen; unverwechselbar.

Wo zu finden:

Besonders in Kulturland (z.B. Rosenfelder, Weinberge, Obstplantagen).

Wann zu finden:

Reife Tiere etwa von August bis Oktober. 

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Stictocephala bisonia / Büffelzikade 

Fundort: /? / Am Rosarium / Hattersheim
Datum: 28. September 2008


Lebensweise:

Diese exotische Zikade mit ihrem sehr eigentümlichen Körperbau ist ein nicht von allen gern gesehener Neubürger in unserer heimischen Natur.

Die Büffelzikade stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Deutschland erstmals Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts nachgewiesen (im südlichsten Teil Baden-Württembergs). Im Rhein-Main-Gebiet tauchte sie dann erst etwa im Jahr 2000 (bei Darmstadt) und hier, im Main-Taunus-Kreis, ab etwa 2005 auf. Ich fand sie zum ersten Mal eher zufällig am 28. September 2008 in der Nähe des Rosariums (Hattersheim) in einem angrenzenden Rosenfeld einer Gärtnerei, wo ich eigentlich mit Anja nach besonders intensiv duftenden Rosen suchte. Na ja, eigentlich hat Anja sie gefunden und mich dann gefragt, was das sei,... nur so wurde ich auf sie aufmerksam.

Büffelzikaden saugen an vielen verschiedenen Pflanzenarten, haben aber eine besondere Vorliebe für Rosen (besonders als Eiablageplatz) und Rosengewächse wie Weißdorn und Obstbäume, aber auch Weinreben und seltener andere Gehölze. Sie saugt aber auch manchmal an krautigen Pflanzen.

Ihre Saugtätigkeit und die Eiablage im Holz schädigt besonders bei größerem Befall (was wohl nicht selten ist, da an einer Pflanze oft mehrere Eiablageplätze nebeneinander liegen) Gehölze und Pflanzen nachhaltig. Einerseits sterben Triebe oberhalb der Einstichstellen meist ab, andererseits bieten diese vielen kleinen Wunden Bakterien, Pilzen oder anderen Krankheitskeimen die Möglichkeit, in die Pflanze einzudringen. Oftmals bilden sich auch kranke Wucherungen an den Wunden, die scheinbar von Inhaltsstoffen im Speichel der Büffelzikade ausgelost werden.

Da besonders Kulturpflanzen von ihnen befallen werden, wird ihre Ausbreitung in unserer heimischen Natur besonders von Rosengärtnern und -züchtern, von Obstbauern und Winzern mit etwas Sorge betrachtet.

Nahrung: Imago: Pflanzensäfte   Larven: Pflanzensäfte 

Gefährdung und Schutz: Nicht gefährdet / Nicht unter Schutz gestellt

Anmerkungen:

Eng verwandt mit der heimischen Dornzikade Centrotus cornutus.

 
 

Stictocephala bisonia / Büffelzikade
/? / Am Rosarium / Hattersheim

28. September 2008

 


Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 22. September 2017

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