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Lacerta agilis / Zauneidechse §

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Familie: Echte Eidechsen - Lacertidae - Lacertinae
Größe:

etwa 20-24cm / etwa 20-24cm

Besondere Merkmale:

Männchen im Hochzeitskleid (Foto rechts) in Deutschland unverwechselbar; Weibchen und Jungtiere eher bräunlich und manchmal mit Mauereidechsen zu verwechseln.

Wo zu finden:

In klimatisch begünstigten Regionen; Bahnanlagen, Weinberge, Grenzbereiche zwischen Wäldern, Gebüschen und Offenland.

Wann zu finden:

Etwa von März bis Oktober.

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Lacerta agilis / Zauneidechse / Männchen im Hochzeitskleid

Fundort: / Weilbacher Kiesgruben
Datum: ?


Lebensweise:

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) kann man zwischen Hattersheim und Flörsheim glücklicherweise noch sehr häufig finden. Insbesondere in und um die Weilbacher Kiesgruben gibt es mehrere größere Populationen, aber auch am alten Industriestammgleis zwischen Okriftel und Eddersheim. Dagegen habe ich die an sich viel häufigere Waldeidechse (Zootoca vivipara) hier noch nicht zu Gesicht bekommen - oder sie übersehen, sie ist wesentlich kleiner. Die beste Zeit sie zu beobachten, liegt in den späten Vormittagsstunden von etwa April bis Oktober (je nach Witterung). Sie wird etwa 25cm groß, wovon die Hälfte in etwa den Schwanz ausmacht. Oft sieht man sie wegen ihrer ausgezeichneten Tarnfarbe nicht und hört nur das Rascheln im Gras, wenn sie eilig davon in ihr Versteck huschen. Doch mit wachem Auge, langsamen Schrittes und das Wissen um die Vorlieben ihrer Sonnenbadplätze (gerne auf großen Steinen) kann man sie schon entdecken.

Zauneidechsen kommen eher in klimatisch begünstigten Gegenden vor. Als Lebensraum dienen eher magere Biotope die zum einem dichtere Vegetation als auch offene Bereiche mit lockerem, am besten sandigen Boden (für die Eiablage) aufweisen. Das können Wald- und Gebüschränder, Heiden, Kies- und Sandgruben, Binnendünen oder ähnliches sein. Bahndämme und andere Gleisgelände bieten heutzutage ein wichtiges Ausweichbiotop da die angestammten Lebensräume sukzessive zerstört werden. Nach der Paarungszeit im April / Mai legen die Weibchen ihre 9-14 Eier etwa ab Ende Mai / Juni in selbst gegrabenen, 4-20cm tiefen Erdlöchern ab. Je nach Temperatur schlüpfen die kleinen Zauneidechsen nach 30 bis, im ungünstigsten Fall 100 Tagen. Sie sind voll entwickelt sofort selbstständig. Die Nahrung der Zauneidechsen besteht fast ausschließlich aus Insekten - insbesondere Käfern und Spinnen aber auch Schmetterlingen.

Die Zauneidechse gilt nach der Roten Liste der gefährdeten Tiere in Deutschland als "Gefährdet" - Rote Liste 3- (Bestand weiter zurückgehend) und ist nach BNatSchG und BArtSchV besonders, bzw. streng geschützt und ist auch nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat (FFH) Richtlinie eine streng zu schützende Art.

Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer 

Gefährdung und Schutz: Gefährdet - Rote Liste 3 / Streng geschützt nach BNatSchG und BArtSchV und FFH-Richtlinie

Anmerkungen:

Keine.

 
 

 

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Weilbacher Kiesgruben

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Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 29. Juli 2018

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