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Ixodes ricinus / Gemeiner Holzbock / "Zecke"

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Familie: Schildzecken - Ixodidae / Ordnung: Zecken - Ixodida
Größe (ohne Beine):
etwa 2,5-3,5mm / etwa 3-4,5mm

Besondere Merkmale:

Hinterleib rötlichbraun, Kopf, Beine und Schild dunkelbraun, letzteres beim Männchen vergrößert. Nach einer Blutmahlzeit vergrößert sich der Hinterleib um ein Vielfaches und erscheint bleich.

Wo zu finden:

Wiesen, Wälder, Gebüsche.

Wann zu finden:

Etwa von März bis Oktober.

Anmerkungen:

Der Gemeine Holzbock ist Überträger gefährlicher Krankheiten. Viele Individuen tragen FSME Viren (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Lyme-Borreliose Bakterien (Borrelia burgdorferi) in sich, die bei einem Stich übertragen werden können. Eine neu in der Schweiz entdeckte Krankheit, die ebenfalls durch Ixodes ricinus übertragen werden kann, ist die bakterielle Neoehrlichiose. Diese betrifft aber offenbar nur Menschen mit einem ohnehin geschwächtem Immunsystem.

 

Ixodes ricinus / Gemeiner Holzbock / "Zecke" / Familie: Schildzecken - Ixodidae / Ordnung: Zecken - Ixodida

Fundort: / Seewald / Korntal
Datum: 20. Mai 2012

Lebensweise:

Der zur Unterklasse der Milben, und somit im weiteren Sinne zu den Spinnentieren zählende Gemeine Holzbock, gemeinhin einfach als Zecke bezeichnet, ist sicherlich jedem bekannt. Insbesondere Hundebesitzer und allgemein Menschen, die sich gerne und oft in der Natur aufhalten, haben mit ihm schon meist unangenehme Bekanntschaft gemacht. Ixodes ricinus benötigt eine gewisse Luftfeuchtigkeit für sein Dasein. Von daher findet man ihn eher in Wäldern und auf nicht zu trockenen Wiesen. In kargen, trockenwarmen Sandgebieten dagegen ist die Art seltener.

Der Bedarf an Luftfeuchtigkeit führt neben anderen Faktoren auch dazu, dass Zecken selten höher als einen Meter über dem Boden angetroffen werden. Ein anderer Faktor wäre zum Beispiel, dass potentielle Wirte selten viel größer als 1-2m sind. Das sich Zecken also von Bäumen auf Wirte fallen lassen, ist eher ein schauriges Märchen. Vielmehr lauern sie in der Krautschicht und krallen sich blitzschnell an vorbeistreifenden Tieren oder eben dem Menschen fest. Die typische Lauerstellung sieht man auf dem Foto oben. Wobei das Ausbreiten der Vorderbeine erst erfolgt, wenn sie mit ihrem "Haller’schen Organ" (das sich in den Vorderbeinen befindet) einen potentiellen Wirt riechen. Zecken sind blind und völlig auf dieses mit Chemosensoren besetztem Organ angewiesen. Damit "riechen" sie z.B. Kohlendioxid das die Wirte ausatmen, bestimmte Stoffe im Schweiß und andere Verbindungen.

Der Gemeine Holzbock benötigt in seinem 2-3jährigem Leben drei Blutmahlzeiten - eine für jedes Entwicklungsstadium. Die aus dem Ei am Boden geschlüpfte Larve sucht sich meist einen sehr kleinen Wirt, z.B. eine Maus. Nach der Mahlzeit fällt sie ab und kann sich häuten und entwickelt sich zur Nymphe. Diese ähnelt schon dem Imago, ist aber immer noch sehr klein. Um sich weiter entwickeln zu können, muss sie nun wieder einen Wirt finden. Erst nach einer erneuten Blutmahlzeit kann sie sich wieder häuten und zum fertigen und geschlechtsreifen Tier heranwachsen. Die Imagines benötigen nun wiederum ein Blutmahl, die Weibchen zur Reifung der Ei-, die Männchen für die Samenzellen. Die Männchen sterben meist direkt nach der Paarung, die Weibchen nach der Eiablage.

Gefährdung und Schutz: Nicht gefährdet / Nicht unter Schutz gestellt

 
 

Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 21. Januar 2017

© 2005 - 2017 by Andreas Haselböck

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