Alle Fotos gibt es per Mausklick in einer Großansicht
Zurück Weiter

Callosobruchus maculatus / Vierfleckiger Bohnenkäfer

Quellenangaben

Naturspaziergang
Wildbienen
Hummeln
Aculeate Wespen
Parasitica
Symphyta
Ameisen
Libellen
Tagfalter
Nachtfalter
Käfer Übersicht
Käfer Teil 1
Käfer Teil 2
Käfer Teil 3
Heuschrecken
Wanzen
Zikaden
Diptera Übersicht
Schwebfliegen&Co
Zweiflügler 2
Zweiflügler 3
Zweiflügler 4
Mückenartige
Spinnentiere
Verschiedenes
Andere Tiere
Vögel
Pflanzenübersicht
Pilze

Familie: Samenkäfer - Bruchidae
(die Familie ist heute als Unterfamilie Bruchinae zu den Blattkäfern (Chrysomelidae) gestellt
Größe:

etwa 2-3,5mm / etwa 2-3,5mm

Besondere Merkmale:

Es kommen zwei Formen vor, die eine ist flugfähig, die andere nicht. In der Färbung unterscheiden sie sich nicht. Flügeldecken braun mit vier dunklen bis schwarzen Flecken (ein Paar etwa in der Mitte, ein Paar am Ende); Halsschild braun bis schwarz, nach vorn konisch verjüngt; Beine und Fühler rotbraun; Körper weitestgehend schwarz, der Hinterleib oberseits teilweise weißlich behaart.

Wo zu finden:

In Bohnenlagern, Haushalten, Lebensmittelgeschäfte. In Deutschland bislang wohl nur in Gebäuden.

Wann zu finden:

Ganzjährig.

mehr Fotos unten

Callosobruchus maculatus / Vierfleckiger Bohnenkäfer / Samenkäfer - Bruchidae (die Familie ist heute als Unterfamilie Bruchinae zu den Blattkäfern (Chrysomelidae) gestellt

Fundort: (flugfähige Form) / Hamburg
Datum: Dezember 2015


Lebensweise:

Der Vierfleckige Bohnenkäfer ist, mal von arktischen und antarktischen Gefilden abgesehen mittlerweile nahezu weltweit verbreitet. Durch den globalen Handel sind die Käfer nahezu überall hingelangt. Können sich aber oftmals nur innerhalb von Gebäuden (z.B. Bohnenlager) halten. Die Käfer stammen ursprünglich aus Westafrika.

Callosobruchus maculatus besitzt eine enorme Reproduktionsfähigkeit mit sehr kurzen Entwicklungszyklen. Ein Weibchen kann in seinem vergleichsweise kurzen Leben (etwa zwei Wochen) 80-120 Eier ablegen. Diese sind klein und weißlich und werden einzeln an Bohnenkerne geheftet. Da aber auch andere Weibchen ihre Eier ablegen können dennoch teils mehrere Larven in einem Kern fressen. Dann sind die später schlüpfenden Käfer meist recht klein (mangelndes Futterangebot). Vom Ei bis zum erwachsenen Käfer dauert es bei guten Bedingungen (etwa 22-30°C) nur etwa drei bis vier Wochen. Sind die Bedingungen etwas ungünstiger, verlängert sich die Entwicklungszeit auf bis zu neun Wochen. Die Larven fressen sich bis in die Mitte der Kerne vor und höhlen sie aus. So bleibt nur eine dünne Hülle übrig, die der fertige Käfer leicht durchdringen kann. Die Käfer selbst brauchen keine Nahrung und kein Wasser. Allerdings können Weibchen, die eine zuckerhaltige Nahrung finden, mehr Eier legen.

Die Art kommt in zwei Formen vor. Einer flugfähigen (die für eine Ausbreitung sorgt, beispielsweise erschließen neuer Lebensräume) und eine flugunfähige Form (bei großem Nahrungsangebot).

Nahrung: Imago: keine  Larven: Bohnenkerne, Erbsen, Hülsenfrüchtler allgemein

Gefährdung und Schutz: Nicht gefährdet / Nicht unter Schutz gestellt

Anmerkungen:

Callosobruchus maculatus ist in Deutschland bislang eher selten in Packungen von Bohnen gefunden worden. Mein Dank geht an K. Eta, die mir freundlicherweise ein paar befallene Bohnen zugesandt hat. Die Packung mit den befallenen Bohnen wurde in Hamburg gekauft. Es handelte sich um nigerianische Braune Bohnen (für das bekannte nigerianische Gericht Moi Moi, eine Art Pudding) die in England verpackt wurden.

 
 

 

Callosobruchus maculatus / Vierfleckiger Bohnenkäfer / Samenkäfer - Bruchidae (die Familie ist heute als Unterfamilie Bruchinae zu den Blattkäfern (Chrysomelidae) gestell
(flugfähige Form) / Hamburg

Dezember 2015
 

 


Nach oben  l  Fenster schließen  Stand: 14. Juni 2017

© 2005 - 2017 by www.naturspaziergang.de / Andreas Haselböck

Die Weiterverwendung der Fotos und Texte von dieser Homepage auf anderen Webseiten oder zu kommerziellen Zwecken ist ohne meine Zustimmung nicht gestattet! Alle Fotos und Texte unterliegen dem Internationalen Urheberrecht.
Über die Nutzungsbedingungen siehe Seite Kontakt